Für Fotografen, Tagträumer und Entdecker

Jede Reise beginnt mit einem Bild im Kopf. Nun gut, das berühmte Zitat lautet etwas anders. „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.“ Aber deshalb ist unser Satz nicht weniger wahr. In vielen Fällen mag der erste Schritt zu einer Reise der sein, hinein in die Bilderwelten aus Filmen, Romanen und Zeitschriften. Oder in die von aufwendig gestalteten „Coffee Table Books“ wie sie im Stürtz Verlag erscheinen. Zwei davon haben mich in wahre Tagträume gezogen. Machen wir den ersten Schritt zu einer Reise und stöbern in den Bildbänden „USA – Der Westen“ und „Reise mit der Kamera um die Welt“.

Kein Zweifel, ich bin ein Freund des Reisens. Aber wäre ich aufgebrochen in all die traumhaften Landschaften, ohne zuvor dem gepflegten Escapismus vom heimischen Sofa aus gefröhnt zu haben. Wer weiß. Ganz sicher aber haben die wunderbaren Bilder von Fotografen wie Christian Heeb und Markus A. Bissig ferne Welten in meinem Kopf lebendig werden lassen. Und nicht zu letzt den Wunsch befeuert, die Kamera selber in die Hand zu nehmen.

Sie haben mich dazu inspiriert aufzubrechen. In den Westen der USA beispielsweise. Erst zwischen dicken griffigen Kartondeckeln. Später dann zu einem Roadtrip. Ganz und gar analog.

Aber bleiben wir für dieses Mal zwischen den Buchdeckeln. In einer Neuauflage ist Ende 2019 der Bildband „Reise durch die USA – Der Westen“ erschienen. Die großformatigen Fotos des Schweizer Fotografen Christian Heeb werden wunderbar kommentiert in den Texten des  Münchner Schriftstellers Thomas Jeier. Fotograf und Autor arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Sie teilen die Liebe zu den USA, das Reisen und die Geschichten der Menschen in diesem weiten Land.

Amerikas Westen – das Gelobte Land

Gemeinsam mit dem Leser reisen sie auf gut 140 Seiten durch drei große Gebiete. Zum Auftakt zeigen Bilder und Text  „Den Westen“ imposant als „das gelobte Land“.  Heebs Fotografien sind stark und gewaltig wie die unbändige Natur des Pazifischen Nordwestens. Die Texte von Jeier sind gespickt mit Informationen und gepaart mit einer Leichtigkeit, die einen wie auf unsichtbaren Flügeln in Gedanken in die weite Welt trägt.

„Schon in den Träumen der unzähligen Einwanderer, die aus Europa, in die neue Welt drängten, war der amerikanische Westen das Gelobte Land“, schreibt Jeier. „Go West young man, and grow up with the country, hatte 1865 bereits der Zeitungsverleger Horace Greely in der „New York Tribune“ als Devise ausgegeben, erfährt man. Bis heute hat dieser Satz nichts von seiner Magie verloren.

Die frühen Einwanderer gründeten Siedlungen in fruchtbaren Tälern wie dem Willamette Valey und Städte wie Portland oder Seatle. Vom Westen aus dem Silicon Valley trat später die High-Tech-Branche ihren Siegeszug durch die Welt an. Und nirgendwo ist das Lebensgefühl der Freiheit so stark wie im Westen der USA.

Man möchte sofort aufbrechen

Gleich heute möchte man aufbrechen. Sofort! Blickt man auf das Foto vom Tagesausklang über dem Colorado Plateau. Der gewaltige Canyon eingetaucht in sattes Blau, Pink und Orange. Das ist ein Bild, das einen nicht mehr los lässt. Eine Seite weiter betört die friedliche Einsamkeit an den Ufern des Scott Lakes mit Ausblick auf die Three Sisters in der Cascade Range in Oregon. Die Weite des Death Valley National Parks oder die fast mythisch anmutende Säulenhalle der mächtigen Redwood Bäume an den Küsten Californians wecken Fernweh.

Ganz gleich ob die wilde Stadtkulisse von Las Vegas in Nevada oder die Kilometer lange Schlucht des Colorado Rivers an der Horseshoe Bend in der Glen Canyon National Recreation Area. Die Bilder von Christin Heeb lassen einen nie unbeeindruckt zurück und die Texte von Thomas Jeier führen seine Leser ebenso leicht wie anspruchsvoll hinein in die Geheimnisse dieses fremden Landes.

 

 

Pacifischer Nord-Westen

Die Tour geht von den Küsten, durch die Canyonlands bis in die Rocky Mountains. Zunächst an der Küste entlang von Washington über Oregon nach Kalifornien. Ein Schwerpunkt sind die Vulkane in der Cascades.

Der Pazifische Nordwesten ist wild und urwüchsig. Geprägt von den hochaktiven Vulkanen der Cascades wie dem Mount Rainier, Mount St. Helens und dem Mount Hood. Prächtig säumen die Regenwälder der Olympic Peninsula und die schroffe Felsenküste von Oregon den Pazifik.  Dahinter liegen einsame Wälder, „spiegelklare Flüsse und Seen“, die  „selbst bei Amerikanern noch als Geheimtipp gelten“.

Die „desert states“

Das zweite Kapitel widmet sich den Canyonlands: Arizona, New Mexico, Utah und Nevada. Hier ist der Schwerpunkt, wie könnte es andes sein: Las Vegas. Die „desert states“ im Südwesten der USA ziehen Reisende und Künstler gleichermaßen an. Als  „empty landscapes“ verschrieen, beindrucken sie dennoch mit mächtigen Tafelbergen und gewaltigen Schluchten. Die Königin unter ihnen ist der Grand Canyon.

Kalifornien ist der Sunshine State. Er bietet Konstraste. Von atemberaubenden Baumgiganten in den Küstenwäldern bis zu urbanen Lebensgefühl in den Metropolen San Francisco und Los Angeles. Wie ein gewaltiges Bollwerk zum Pazifik stehen die Coast Mountains. Dahinter fließen breite Täler mit fruchtbaren Böden in  „heiß-karge“ Wüstenbecken wie dem Death Valley.

Die Rocky Mountains

Der dritte Teil führt uns in die Rocky Mountains durch Montana, Wyoming, Idaho, und Colorado. Dies Land ist „Indianer-Land“. Und so finden sich in diesem Teil des Buches zahlreiche farbenprächtige Portraits der Native People, mit denen Christian Heeb 30 Jahre und über 200 Bildbände früher als Fotograf bekannt wurde. Ein extra Kapitel widmet sich im dritten und letzten Teil des Bildbandes dem Yellostone National Park und wie Amerika dort der Natur ihren Lauf lassen.

Let’s go West!

Den Abschluss machen ein kurzes Register über die gut 196 Fotos und eine gut lesbare Karte der Region. Der Bildband ist robust. Die Aufnahmen strahlen von dickem, griffigem Hochglanzpapier. Sie nehemen den Leser mitten hinein in die gewaltigen Kulisse Amerikas.

Bei Tagträumen will man es nach der Lektüre einfach nicht belassen. Nein man will aufbrechen. Am besten gleich und sofort. Mit der Kamera im Gepäck zu einer der aufwendigen Fotoreisen, die Christian Heeb jedes Jahr weiltweit anbietet. Informationen dazu gibt es am Ende des Buches. 

 

Die Einblicke in das Buch mit freundlicher Genehmigung des Stürtz Verlages. Der Bildband ist in der Reihe „Reisen durch…“ im Stürtz Verlag Würzburg erschienen und kostet: 19.95 € zzgl. Versandkosten, inkl. MwSt., 140 Seiten, 196 Abbildungen, Format 24 x 30 cm, gebunden mit farbigem Schutzumschlag, Deutsch, Übersichtskarte, Zahlreiche Kalender und weitere Bildbände von Christian Heeb und Thomas Jeier – auch über andere Regionen der Welt unter www.verlagshaus.com

Vorgeschmack auf eine Fotoreise

Einen kleinen Vorgeschmack auf eine solche Reise gibt das Buch „Reise mit der Kamera um die Welt“.

Hier haben die beiden Schweizer Fotografen Christian Heeb und  Markus A. Bissig tief in ihren Fundus an Reisefotografien gegriffen und einen Bildband zusammengestellt, der jedes ambitionierte Fotografenherz höher schlagen lässt. Zu den opulenten Bildern hat Martin Sigrist, Chefredakteur einer bekannten Fotozeitschrift die Texte geschrieben. Voll gepackt mit zahlreichen Tipps und Tricks für gelungene Reisefotos. 

 

 

Eine Fotoschule für Anfänger ist dieser reich ausgestattete Bildband nicht. Wohl aber eine Fundgrube voller nützlicher Hinweise und Inspiration für ambitionierte Fotografen. Das Ziel ist es, die Welt durch die Kamera der Profis zu erleben oder einfach: bessere Bilder machen. Heeb und Bissig sind seit Jahrzehnten als Reisefotografen und Kursleiter von Fotoreisen unterwegs. Sie kennen die Welt wie ihre Westentasche und das Handwerk des Fotografierens ist für sie so selbstverständlich wie Atmen.

Das fotografische Auge sieht anders

Das fotografische Auge sieht  anders und so profitieren Hobbyfotografen von  erfahrenen Kollegen. In diesem Bildband werden nicht nur die Geheimnisse eines guten Settings verraten. Er ist auch ein beispielloser Ansporn, nicht einfach nur auf den Auslöser zu drücken.

Martin Sigrist gibt am Rande der Bilder fundiert Tipps zu Blende und Verschlusszeit,  zur Auswahl von Objektiven oder schlicht zum Abstand, der nötig ist, um das gewünschte Motiv eindrucksvoll in Szene zu setzen.

Zehn Top-Tipps mit Bild zu jedem Kapitel

Autor und Fotografen geben Tipps wie man „Wilde Naturlandschaft im besten Licht“ darstellt oder „Das erste Licht des Tages“ nutzt. Wie man „Portraits“, „Menschen und Feste“, richtig in Szene setzt und was die „Street Photography“ bedeutend macht. Zu jedem Kapitel gibt es zudem zehn Top-Tipps mit einem Bild.

Auf Reisen begegnen dem Fotografen ganz unterschiedliche fotografische Herausforderungen, Landschaft, Kulturlandschaft, Menschen, Architektur und Wild-Life. Das Buch widmet jedem einzelnen Thema ein kurzes aber doch ausführliches Kapitel. Dabei werden auch die ganz unterschiedlichen Bildsprachen der beiden Fotografen deutlich. Und ganz nebenbei bekommt der Leser eine Vorgeschmack auf Reisen mit  Profi-Fotografen.

Ein Buch für ambitionierte Könner

Am Ende des Buches gibt auf jeweils zwei Seiten Informationen zu Fotoreisen mit Christian Heeb und Markus A. Bissig. Den Abschluss macht ein zweiseitiger Technikteil, in dem es ausschließlich um Ausrüstung, Kamera, Objektive, Belichtungsmessung und nützliche Umrechnungstabellen geht. Wie gesagt eine ausführliche Fotoschule für Anfänger ist diese Buch nicht. Wohl aber eine wunderbare Quelle für Inspiration und Information, um von Reisen bessere Fotos mit nach Hause zu bringen.

Die Kalender und opulenten Bildbände aus dem Stürtzverlag sind ein großartiger erster Schritt für eine Reise. Ein Muss für Fotografen, Tagträumer und Entdecker.

 

Schnappschuss Buchinhalt Flora Jädicke
Die Welt mit der Kamera erleben. Schnappschuss vom Buchinhalt: Flora Jädicke

Die „Reise mit der Kamera um die Welt“, ist Ende 2019 in einer Neuauflage in der Reihe „Reisen und Erleben“ im Stürtz Verlag Würzburg erschienen und kostet:  19.95 € zzgl. Versandkosten, inkl. MwSt., 128 Seiten, ca. 310 Abbildungen, Format 24 x 30 cm, gebunden mit farbigem Schutzumschlag, Deutsch, Zahlreiche weitere Bildbände oder Kalender der Autoren unter www.verlagshaus.com

Autoren-Informtion des Verlags:

Fotograf: 
Christian Heeb gilt als einer der erfolgreichsten Reisefotografen. Er wurde bekannt durch seine Indianer-Portraits und US-amerikanische Landschaften. Er ist Bildautor von über 200 Büchern und hat mehr als 70 Länder fotografiert. Gemeinsam mit Regula Heeb veranstaltet er Fotoreisen und Fotokurse weltweit. Regula und Christian Heeb leben auf einer Ranch in der Nähe von Bend, Oregon, USA und bei El Sargento, Baja California, Mexiko. 

Möchten Sie mit dem Fotografen reisen? Informationen unter: 
www.heebphoto.com
 und www.ccophoto.com

Autor: 
Thomas Jeier lebt als freier Schriftsteller bei München und „on the road“ in den USA und Kanada. Er hat bereits über hundert Sachbücher, Romane und Jugendbücher veröffentlicht, außerdem verfasst er Texte zu Reisebildbänden und Reiseberichte .
Im Verlagshaus Würzburg sind von Thomas Jeier unter anderem Bücher über Indianer und die USA erschienen. www.jeier.de


Fotograf: 
Markus A. Bissig lebt in Graubünden. Er ist Gründer einer Fotoschule der Firma „Markus A. Bissig Fotografie“. Er führte mehr als 1600 Eintagesseminare in diversen fotografischen Themenbereichen und rund 300 Fotoworkshops oder Foto- und Erlebnisreisen durch.
 Mehr Information unter:
 www.bissigfotografie.ch

Autor: 
Martin Sigrist ist Verfasser zahlreicher Artikel und Bücher über fotografische Themen, Chefredakteur einer Fotozeitschrift und Inhaber einer Werbeagentur. Als Text-Autor war er für den Aufbau und das leicht fassliche Vermitteln der Tipps und Tricks in dieser „Fotoschule“ verantwortlich.

 Mehr Information unter:

Fazit:

  • beeindruckende Fotos
  • anregende Lektüre
  • gutes und robustes Buchformat
  • trotzdem preisgünstig

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